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22. März 2009
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Zeitungsbericht im Celler Kurier vom 22.03.2009

Kommandoübergabe in der Immelmann-Kaserne in Wietzenbruch

„Weichen für Weiterentwicklung des Flugplatzes erfolgreich gestellt“
CELLE (ram).
In der Immelmann-Kaserne in Wietzenbruch fand Mittwoch die Übergabe des Bereichs Lehre/Ausbildung der Heereswaffenfliegerschule von Oberst Hans-Heinrich Heidmann an Oberst Hans-Peter Grathwol statt.
Brigadegeneral Richard Bolz, General der Heeresfliegertruppe und Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule, nutzte vor zahlreichen Gästen die Gelegenheit, um die Heeresfliegerwaffenschule und die Heeresfliegertruppe in Niedersachsen vorzustellen und auf die Entwicklung in den vergangenen Jahren beziehungsweise Perspektiven in den nahen Zukunft hinzuweisen.
Die Heeresfliegerwaffenschule habe sich in den vergangenen zehn Jahren konsequent in die Fläche entwickelt. Sie sei in zwei Ländern, Deutschland und Frankreich, in vier Standorten, Bückeburg, Celle, Le Luc und Fassberg, vertreten. In fünf Kasernen laufe der Ausbildungsbetrieb. Einer der vier großen Heeresschulen Hauptprozess sei die Ausbildung von Hubschrauberbesatzungen.
Der weiter aufwachsende Flugbetrieb am Heeresflugplatz in Achum bei Bückeburg mit zuletzt jährlich 17.000 Flugstunden sei laut Bolz nicht mehr realisierbar gewesen. In der Verbindung mit dem Umstieg auf die neuen Einsatzfahrzeuge „Tiger“ und NH 90 sei deshalb die Weiternutzung des Flugplatzes Celle im Verbund Heeresfliegerwaffenschule und Luftbewegliche Brigade 1 konsequent logisch und nahe liegend gewesen. Inzwischen habe dieser Teil des Bückeburger Konzeptes, am Beispiel des Ausbildungsjahres 2008, den Umfang von 7.000 Flugstunden am Flugplatz Celle erreicht. „Das Flugbetriebliche, in die Fläche gehen, wurde uns für den Bereich Ausbildungszentrum C nicht gerade leicht gemacht“, erklärte Bolz. Der Außenlandeplatz Wesendorf sei buchstäblich im Sande verlaufen. Lediglich der Arloh stehe für die Fläche zur Verfügung und werde auch konsequent genutzt.
Direkte Folge bleibe die unverändert hohe Konzentration des Flugbetriebs in Wietzenbruch. Bolz hob auch hervor, dass Alternativen konsequent genutzt würden. So sei in Achum das modernste Flugsimulatorenzentrum Europas entstanden. Zirka 17.000 Flugstunden seien in den Simulator verlagert worden. „Die schrittweise Ausdehnung der „Tiger“-Ausbildung mit anspruchsvolleren Erprobungs- und Weiterentwicklungsaufträgen, bringt auch für Celle Veränderungen“, kündigte Bolz an. Die Frage der „Tiger“-Stationierung stehe konkret im Raum. Eine Kompensation erfolge durch die schrittweise Reduzierung der Bell UH-1D. Zudem hob er hervor, dass mit dem „Roll out“ der NH 90-Schulung und der parallelen Erprobung, die Achse Bückeburg-Celle-Faßberg noch weiter an Bedeutung gewinne.

Im Verlauf seiner Rede hob Bolz die Verdienste von Oberst Heidmann hervor, der nach fast 40 Jahren, davon 36 Jahre in Niedersachsen, zum Ende des Monats in den Ruhestand versetzt wird. Als Markenzeichen Heidmanns hob Bolz hervor: Dienstaufsicht auch im Kleinen, Fürsorge praktiziert und gelebt, Vertrauen und Verlässlichkeit im Umgang mit den militärischen und zivilen Umfeld, sowie trotz scharfen Blick für die Kleinigkeiten immer Sicht für das Ganze über den Tellerrand hinaus.

Abschließend erklärte Bolz, dass ohne Celle der Auftrag nicht zu erfüllen sei.
Dies sei durch mehrere Untersuchungen und Ortsbegehungen bis hin zum Ministerium gefestigt und unstrittig.

„Der Flugplatz Celle wird als integraler Bestandteil der Heeresfliegerwaffenschule auch in Zukunft nicht in Frage gestellt“, so Bolz.

„Die Weichen für die Weiterentwicklung des Heeresflugplatzes Wietzenbruch sind erfolgreich gestellt worden.“

Quelle: Celler Kurier